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Betriebsbesuch zeigte Stand des HWK-Flüchtlingsprojekts

besuch_autohaus_weberDortmund. Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, besichtigte gestern mit den CDU-Landtagsabgeordneten Ina Scharrenbach und Oskar Burkert sowie dem NWHT-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke und Andreas Ehlert, Präsident der HWK Düsseldorf, das Autohaus Weber in Dortmund. Das Unternehmen bildet im Zuge der Ausbildungsinitiative der HWK Dortmund einen Flüchtling bei sich aus. Ziel des Besuches war die Vorstellung der Initiative anhand eines praktischen Beispiels.

Die Dortmunder Kammer hatte das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Pilotprojekt im Frühjahr 2015 ins Leben gerufen, um insgesamt 20 Flüchtlingen aus Krisengebieten eine berufliche Perspektive zu geben. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase haben die Teilnehmer im August eine Lehre bei Handwerksbetrieben im Kammerbezirk angetreten.

Im Autohaus Weber erlernt der 19-jährige Leonard Awa aus Kamerun das Mechatroniker-Handwerk. Kammer-Präsident Berthold Schröder nutzte den Besuch, um zu sehen, wie sich der Flüchtling knapp ein Jahr nach Start des Projekts integriert hat.

„Das Pilotprojekt hat uns gezeigt, dass die Sprachförderung ganz besonders wichtig ist“, sagte Schröder. Solide Deutschkenntnisse wären eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme einer Lehre. „An der Motivation fehlt es den meisten jungen Leuten nicht, die zu uns kommen. Darum müssen wir sie möglichst frühzeitig in die Lage versetzen, unsere Sprache zu erlernen.“ Aus diesem Grund werden Deutschkurse wieder fester Bestandteil des kammerweiten Anschlussprojekts sein, das die HWK Dortmund in diesem Jahr starten will.

Eine weitere Hürde sei der komplizierte Bürokratieapparat. So seien beispielsweise verschiedene Ämter für die Flüchtlinge zuständig. Schröder: „Eine zentrale Koordinierung wäre hier wünschenswert.“ Die anfallenden Behördengänge seien ein Grund, warum die Unternehmen während der Ausbildung weiterhin Unterstützung benötigten. „Wir wollen unsere Betriebe damit nicht alleine lassen. Darum hat die Kammer eine zentrale Ansprechpartnerin, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.“

Beim Autohaus Weber ist man über diese Unterstützung dankbar. Ob man noch einmal einen Flüchtling einstellen würde? „Wenn der Bewerber motiviert ist und ausreichende Deutschkenntnisse hat, dann auf jeden Fall“, sagt Jürgen Buschmeier, stellvertretender Center-Leiter im Autohaus Weber. Oskar Burkert betont: „Dieses Projekt ist ein gelungener Beitrag für eine vernünftige Integration von Migranten und damit auch eine Lösung, um dem drohenden Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken. So partizipieren beide Migranten und Handwerk."


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