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Modellprojekt zur gesicherten Abgabe von Cannabis für Erwachsene

Meine Rede im Plenum zum Thema: Cannabis legalisieren

Alle Jahre wieder fordern die Piraten die Freigabe von Cannabis – und das, obwohl man weiß, dass das heute gehandelte Haschisch viel stärker abhängig macht. Suchtmediziner des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe haben bestätigt, dass der THC-Gehalt nicht mehr bei 7 % liegt, sondern im Schnitt 30 oder sogar bis zu 50 % ausmacht. Auch ist zu befürchten, dass infolge einer Legalisierung des Drogenkonsums der Drogenkonsum zunimmt und Jugendliche leichter einen Zugang zu Cannabisprodukten haben.

Die gesundheitlichen Gefahren durch den Konsum von Cannabis sind immens und reichen von Schlaflosigkeit über Muskelzittern bis hin zu Verfolgungswahn. Mich verwundert schon die Freigabe über die Apotheken,die die FDP verlangt. Ich erinnere mich: Als ich 14 oder 15 war – der eine oder andere hat das auch gemacht –, wollte ich irgendwann …(Lutz Lienenkämper [CDU]: Vorsicht!) – Keinen Joint. Das kann ich schon zurückweisen. Aber eine Zigarette zu bekommen, war schon ganz nett. Dann hat man einen Älteren gefunden, der eine Zigarettenschachtel kaufen konnte, weil man sie ja unter 16 Jahren nicht bekam. Jetzt macht die FDP Folgendes, damit auch 12-, 14-, 16-Jährige legal an Drogen kommen: Ein 18-Jährigerkauft sie und kann sie dann weitergeben; es sind ja legal erworbene Drogen. Meine Damen und Herren, auf eine Zwischenintervention von Herrn Paul sagte die Kollegin Marion Warden von der SPD am 10. April 2014:„Ich halte mich an die Studien, die ich kenne – aus Deutschland. Ich habe selber zwei Kinder und möchte auf gar keinen Fall, dass meine Kindermit dieser Droge in Berührung kommen." (Beifall von der CDU und der FDP) Ich habe großen Respekt vor Menschen, die nach langem Entzug und großen Schwierigkeiten den Ausstieg aus der Drogenszene schaffen. Ich habe viele Kontakte zu Drogen- und Suchtberatungsstellen und weiß auch um die Gefährlichkeit dieses Stoffes. Es mag Länder geben, die das anders einschätzenund bewerten. Die haben aber auch eine ganz andere Struktur als wir hier. Ich schlage vor, dass wir diese Diskussion qualifiziert und in Ruhe im Ausschuss fortführen. Der Ausschuss – Herr Yüksel hat eben darauf hingewiesen – hat beraten und entschieden. Wir sagen Nein zu beiden Anträgen.


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